Buona sera
23 Geschichten – gewürzt mit Fernweh

Von einem Glas Wein in den Hügeln Madirans bis zum Mondlicht über Pamukkale, von einer Chili-Kobra bis zu einem Marlin vor der Küste – Thomas Pfüller nimmt uns mit auf eine Reise durch Länder, Küchen und Lebensmomente.
23 Erzählungen, mal heiter, mal nachdenklich, immer mit einem genauen Blick für das Detail und mit einem besonderen Gespür für den letzten Satz: Pfüller lässt seine Figuren oft genau in dem Moment stehen, in dem eine Lüge zur Wahrheit wird, eine alte Liebe an der Gegenwart zerschellt oder eine Notlüge auf den letzten Metern noch ein Lachen erntet, dessen Grund offen bleibt. Keine Geschichten für den schnellen Konsum, sondern Erzählungen, die zum Wiederlesen einladen.
AUS DER ERZÄHLUNG "Buonasera"
Kein Mensch fragt, wie es ihm geht. Ja, wie soll es einem fröhlichen Italiener denn anders gehen als besonders gut? Luca weiß, dass seine Kundschaft diesen Auftritt erwartet. Zuverlässig heiter, besorgt um sie, und charmant – er gibt ihnen etwas, was sie andernorts nicht bekommen. Dort bleiben sie unbeachtet. Hier sind sie wer. Luca erinnert sich an ihre Namen, an ihren Urlaub in Antalya, an den Schwimmkurs der Enkel, an die Meeresfrüchte-Allergie der Signora.
Angaben zum Buch
Umfang: 172 Seiten
Einband: Hardcover
Preis: 24,90 €
ISBN: 978-3-912340-21-1
In Deutschland versandkostenfrei direkt vom Verlag
Über den Autor
Thomas Pfüller wurde in der DDR geboren. Nicht die politischen Verhältnisse, sondern das Fernweh trieb ihn zur Republikflucht – der Beginn eines Lebens, das ihn durch die ganze Welt führen sollte. Als ausgebildeter Koch arbeitete er in vielen Ländern und Küchen, sammelte Eindrücke, Menschen und Geschichten.
Dieser Werdegang ist in seinen Erzählungen überall spürbar: in der Leidenschaft für Essen und Wein, in den fremden Landschaften und Kulturen, in den Männerfiguren, die weit von zu Hause ihren Weg suchen. Viele seiner Geschichten tragen autobiografische Züge – ohne je bloße Erinnerung zu sein. Erst in hohem Alter kam Pfüller zur Ruhe und lebt heute in Freiburg.
Rezensionen:
Marga Wirz
Diese Geschichten liest man nicht nur einmal, da taucht immer wieder ein Gedanke auf, und man greift wieder zum Buch.
Man fragt sich, was beeindruckt mehr: das Spiel mit den Worten, die Schilderung der Eindrücke, die man mit erlebt oder der Ausgang einer Entscheidung.